Kohlendioxid ist nicht Ursache sondern SymptomAlfred BreuerIn dem Artikel "Sonnenhelligkeit und Klima" Spektrum der Wissenschaft 09/1998. beschrieben die Autoren M. Fligge und S. K. Solanki einen engen Zusammenhang zwischen Sonnenhelligkeit und globaler Mitteltemperatur. Sie zeigten, dass Helligkeitsschwankungen der Sonne im Halbpromille-Bereich (gemessen von der Raumsonde Soho, also außerhalb der Atmosphäre!) mit Temperaturschwankungen auf der Erde zeitlich korrelieren. Interessant wird es, wenn man die Gesamtenergie, die die Sonne auf die Erde abstrahlt (bzw. den geschätzten Anteil davon, der in Wärme umgewandelt wird), mit der Wärmeproduktion der Weltbevölkerung vergleicht. Hier die Rechnungen: Die sonnenzugewandte Erdfläche entspricht ca. (Querschnittsfläche). Die Helligkeit in Watt/ ist ca. , dies ergibt eine Strahlungsenergiezufuhr von etwa Watt. Bedeutsam ist der Teil, der in Wärme umgesetzt wird und nicht etwa bereits als Licht (blauer Planet, Wolken) reflektiert oder dauerhaft als Biomasse (Torf, Kohle etc.) eingelagert wird. Ich setze diesen Anteil hier mit ca. 30 Prozent an. Somit beträgt die Wärmezufuhr Watt. Der Energieverbrauch der Erdbevölkerung betrug 1990 Watt (Öl, Kohle, Kernenergie ), die total als Wärme zu Buche schlagen. Jedes Auto steht nach dem Fahren wieder und sämtliche Energie ist nun als Wärme in der Luft, in den Bremsen ; die Schlagsahne ist steif und wärmer, der Mixer nur wärmer. Das Verhältnis von Energieverbrauch zu Wärmezufuhr durch die Sonne beträgt ca. 0,24 Promille, liegt also größenordnungsmäßig im Bereich der Sonnenhelligkeitsschwankungen, die mit Erwärmungen und Abkühlungen der Erdatmosphäre korrelieren. So war die Sonnenhelligkeit während des Maunder-Minimums (damals malten die Holländer diese wunderbaren Schlittschuhbilder - man nannte diese Zeit auch die kleine Eiszeit) um weniger als 0,5 Promille niedriger als im Durchschnitt, was vermuten lässt, dass ein jährlich steigender Energieverbrauch durchaus eine milde Erwärmung zur Folge habe könnte. Eben dieser Energieverbrauch lässt auch unstrittigerweise die Kohlendioxidkonzentration steigen, bloß ist dieser Anstieg wie der Anstieg der Temperaturen eine Folge des Energieverbrauchs und nicht die Ursache für warme Zeiten. Eine weitere interessante Schlussfolgerung ist, dass die Kernenergie ihren letzten "Öko-Bonus" verliert, denn ihre "Kohlendioxid-Neutralität" ist irrelevant. Es gibt übrigens schon länger Stimmen, die Kohlendioxid die Klimarelevanz absprechen: Jack Barret European Science and Environment Forum, Department of Chemistry, Imperial College of Science, Technology and Medicine, South Kensington, London SW7 2A Y. hielt 1995 einen Vortrag, der aufzeigte, dass selbst eine Verdoppelung der -Konzentration die Temperatur nur um 0,07 Grad ansteigen ließe, da der Wasserdampf in der Atmosphäre ohnehin den Löwenanteil der Wärmestrahlung absorbiert und das spektrale Fenster, in dem alleine absorbiert, sehr schmal ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, falls die Korrelation von Sonnenhelligkeit mit globaler Mitteltemperatur kausaler Natur ist, eine effiziente Erderwärmung durch vermehrte Nutzung aller Energiequellen außer Wind und Wasser zu erreichen ist. Selbst die Sonnenenergie bietet ein Erwärmungspotential, sofern wir davon absehen, ohnehin dunkle Flächen wie Hausdächer zu nutzen, sondern vielmehr dazu übergehen, Wüsten, Gletscher, Polkappen und Wolken dunkel zu färben. |