No. 3 von 1994Meldungen und KommentareMeldungen und Kommentare zu vermischen muß kein Fehler sein! Nachrichtensendungen sind nutzlos und schädlichNachrichtensendungen wie Radio und Fernsehen sie uns heute bieten, haben für den Nachrichtenkonsumenten allenfalls Unterhaltungswert; sie helfen uns aber nicht, uns in einer in der Tat sehr komplizierten Welt zurechtzufinden. Der Paragraph 218Die Autorin zeigt einige deutliche argumentative Mängel in der gegenwärtigen Abtreibungsdebatte auf. Sie verteidigt die Position, daß zum einen nur rein moralische Argumente wirklich Klarheit in die Abtreibungsproblematik bringen können und daß andererseits auf dem Paukboden der praktischen Vernunft die Anhänger einer Liberalisierung wahrscheinlich die besseren Argumente haben. Wiederhören mit FricsayKulturredakteur Igor Wagner erinnert an den akustischen Nachlaß des ungarischen Komponisten Ferenc Fricsay und bemüht sich mit aller Gewalt, den einstigen Exklusiv-Künstler der Deutschen Grammophon heilig zu sprechen. Ein bescheidener Vorschlag, wie Hunger und Elend in der Welt gemindert und zugleich Glück und Wohlstand gemehrt werden könntenWie oft haben Menschen sich selbst oder anderen die größten Probleme bereitet, weil sie konkrete Weltverbesserungsvorschläge aus religiösen oder welchen Gründen auch immer abgelehnt haben! Viele Neuerungen, die zunächst als zerstörerisch verteufelt wurden (darunter die Anti-Baby-Pille, verschiedene Arten von Musik, das Christentum [vielleicht ein schlechtes Beispiel], Erforschung der menschlichen Anatomie, Lichtmachen am Sabbat usw.) haben erst nach einer zu langen Zeit der Gewöhnung die ihnen zukommende Anerkennung gefunden. Wir dürfen sicher sein, daß auch dieser Vorschlag mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden wird. Aber da er nun wirklich jederman nützlich ist, wird er am Ende, wenn es für viele von uns lange zu spät ist, doch verwirklicht werden. Internationaler Handel, Wettbewerbsfähigkeit und soziale GerechtigkeitEntscheidungen, die die Internationalisierung der Märkte, d.h. die Aufhebung aller schützenden "tarifären und nichttarifären Handelhemmnisse" bewirken, sind zumindest verteilungspolitisch problematisch. Sie sollten nicht getroffen werden, bevor nicht die Konsequenzen klar beschrieben und wohl erwogen sind. Die Büchse der Pandora?Der Autor führt seine Überlegungen zum Thema der Drogenlegalisierung aus der letzten Ausgabe [Des Menschen schlimmster Feind] fort. Vor allem macht er einen Vorschlag, wie eine gesetzliche Neuregelung unseres Umgangs mit Drogen aussehen sollte. |