No. 2 von 1992Meldungen & KommentareMeldungen und Kommentare zu vermischen muß kein Fehler sein! Klarheit, Tiefe und PhilosophieEin unqualifizierter Kommentar zu den Irrungen und Wirrungen deutscher Philosophie. One Man One VoteNichts weiter. Die Legitimation von GesetzenOb Gesetze weitgehend unabhängig von ihrem Inhalt nur durch die Art und Weise, wie sie zustande kommen, legitimiert werden können, ist die Frage, welche die Autorin zum Anlaß nimmt, verschiedene mögliche Antworten zu diskutieren. Interessant ist insbesondere ihre Ansicht, daß ein Gesetz nicht schon deswegen, weil es demokratisch zustande gekommen ist, befolgt werden muß. Ist es schlimm, Verfassungsfeind zu sein?Daß die Verfassung, so wie sie heute ist, nicht der Weisheit letzter Schluß darstellt, ist des Autoren These. Insbesondere sei ein Vorschlag, den jemand in der politischen Auseinandersetzung macht, nicht schon deshalb schlecht, weil er eine Änderung des Grundgesetzes erforderlich macht. Manchmal müsse die Verfassung eben geändert werden. Chaos und der Flügelschlag des SchmetterlingsWas bedeutet Chaos? - Vergessen Sie, was Sie zu diesem Thema in pseudowissenschaftlichen Zeitschriften und billigen Illustrierten gelesen haben! Das Phänomen ist - wenn man genau hinschaut - vollkommen unkompliziert. Ein Muß für jeden BildungsprotzZwei Buchempfehlungen zur Hebung des gesunden Halbwissens. Abwarten und Tee trinken?Die Kriege, die regelmäßig veranstaltet werden, finden immer mehr das Interesse der Öffentlichkeit. Aber welche Konsequenzen hat das? Es scheint, daß das löbliche Bestreben, von simplifizierenden Gut-Böse-Betrachtungen Abstand zu nehmen, mehr und mehr zum moralischen Relativismus entartet. Das wäre traurig für die, die von uns zu Recht Hilfe erwarten. Ein letztes Wort zum SolipsismusIn der Hoffnung Beachtung zu finden ... Demokratie - Vernunftanspruch oder Machtbalance?Nach Ansicht des Autoren wird die Rolle von Wahlen und Abstimmungen in demokratischen Entscheidungsverfahren weit überschätzt. Er möchte zeigen, daß Wahlen zwar Interessenkonstellationen in Enscheidungsprozesse einfäühren können, aber für sich genommen nicht garantieren, daß die Ergebnisse akzeptabel sind. Ist Vernunft Privatsache?In seinem umfangreichen Beitrag setzt sich der Autor mit verschiedenen modernen Formen des Relativismus auseinander. Besonders diejenigen Positionen, denen zufolge kein sinnvoller Unterschied zwischen dem gemacht werden kann, was einem bloßß wahr erscheint, und dem, was tatsächlich wahr ist, verfallen seiner Kritik. Was Gott uns wirklich sagtEs gibt viele verschiedene Meinungen darüber, was Gott uns wirklich sagt. Natalina Cafra versucht, eine Entscheidung zu finden, der alle vernünftigen Menschen zustimmen müssen. Moderne IrrationalismenDie Autorin untersucht die Auswirkungen von Irrationalismen verschiedener Art und Herkunft auf unser gemeinschaftliches Leben. Dabei versteht sie unter Irrationalismen nicht nur jene politisch unbedeutenden Hirngespinste überskeptischer Philosophen; auch Erscheinungen von gesellschaftlicher Bedeutung, die sich auf den gemeinsamen Nenner des Vernunftfeindlichen bringen lassen, geraten in ihren Blick. Sollte man Werbung für Zigaretten verbieten?Die EG-Kommission hat ein Verbot der Tabak-Werbung vorgeschlagen. Läßt sich ein solches Verbot rechtfertigen? Kanzler wieder im Recht!Konrad Merny zeigt hier auf eindrucksvolle Weise an einem konkreten Fall, wie die politische Linke systematisch verdiente Politiker diffamiert und sie im selben Zuge sogar der selbstverständlichsten Bürgerrechte beraubt. Über einen fast vergessenen SkandalVor einiger Zeit sollte vor Gericht geklärt werden, ob jemand öffentlich behaupten dürfe, Soldaten seien potentielle Mörder. Der Autor behandelt diese Frage, und zwar unabhängig von der anderen, ob Soldaten tatsächlich potentielle Mörder sind. Rassendiskriminierung bald beendet?Michael Binder berichtet über weitere erstaunliche Fortschritte der Naturwissenschaft. Ein weiteres Mal lösen Naturkundler eine Aufgabe, die ihnen gar nicht aufgegeben war. Des Menschen schlimmster FeindGegenstand der Untersuchung ist die Drogenpolitik. Obwohl der Autor das Thema alles andere als erschöpfend behandelt, zeigt er immerhin, daß derjenige Gesichtspunkt, der für die Frage, wie die richtige Drogengesetzgebung aussehen müßte, letztlich entscheidend ist, in der Regel vernachlässigt wird. Nietzsche contra WahrheitÜber ein nicht nachgewiesenes Nietzsche-Zitat verbreitet sich der Autor nach deutscher Philosophenart. Vielleicht ist dies die einzig humorvolle Weise, mit Nietzsche umzugehen. |