Im Herbst 1995 besuchte die damalige Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Helga Schuchardt, die Hochschule Vechta. Zu dem Treffen bzw. dem Gedankenaustausch mit der Ministerin waren von Rektor Howe zahlreiche Hochschulangehörige geladen worden, nicht jedoch die Dekane und Institutsdirektoren. Dieses Treffen, so erklärte der Rektor, sei sehr "konstruktiv" gewesen. Die Dekane seien von ihm deshalb nicht eingeladen worden, weil es "Vorbehalte gegen den Hochschulrat bei den Dekanen" gebe und der "positive Eindruck nicht gestört werden" sollte.
Diese Äußerungen, die der Rektor im Anschluss an den Besuch der Ministerin vor der Haushalts- und Planungskommission machte, stießen dort sofort auf heftigen Protest. Dennoch wiederholte er sie wörtlich bei der nächsten Senatssitzung am 25. September 1995, so dass es sich nicht um eine einmalige Entgleisung oder gar um eine missverständliche Äußerung handelte. Dabei ist laut Niedersächsischem Hochschulgesetz der Rektor im wesentlichen nur der auf Zeit gewählte Sprecher der Universität.
Inhaltlich bleibt zudem festzuhalten, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt kein Dekan generell gegen den Hochschulrat oder gar die Existenz des Hochschulrats gewandt hatte. Es war nur - auch von Dekanen - Kritik an einzelnen Entscheidungen geübt worden. Wie berechtigt solche Kritik an entsprechenden Entscheidungen war, zeigt das Gutachten des Wissenschaftsrates.