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Rektor Howe beleidigt Kollegen vor der ganzen Hochschulöffentlichkeit als Lügner

Am 3. Juli 1996 tagte das Konzil der Hochschule Vechta, das 49 Mitglieder hat, hochschulöffentlich. Während dieser Sitzung fragte Professor von Laer Rektor Howe, warum er die Gremienbeschlüsse im Hochschulrat nicht so vertrete, wie das Gesetz dies vorschreibt, und gegebenenfalls im Hochschulrat eine Neuberatung von Tagesordnungspunkten verlange. Daraufhin bezeichnete der Rektor Professor von Laer als "Lügner", denn dieses Recht habe er nicht. Als von Laer wenig später den entsprechenden Gesetzestext vorlas (Niedersächsisches Hochschulgesetz § 147 Abs. 5), erklärte Howe: "Sie lügen schon wieder."

Nach der Sitzung sprach von Laer den Rektor nochmals an und bat, den Vorwurf der Lüge zurückzunehmen. Auch während der folgenden Monate fragte von Laer bei allen Gremiensitzungen (vor allem Senat und Haushalts- und Planungskommission) immer wieder, ob Howe bereit sei, den Vorwurf zurückzunehmen, von Laer sei ein Lügner. Dabei ging es nur um eine Rücknahme des Vorwurfs, auf eine Entschuldigung für diese Entgleisung wurde explizit verzichtet. (von Laer erklärte in diesem Zusammenhang, er wisse als Vater kleiner Kinder, wie schwer Entschuldigungen fallen können.)

Howe erklärte jedoch mehrfach hochschulöffentlich, er könne seinen Vorwurf nicht zurücknehmen, da er noch »die Rechtslage« (!) prüfen müsse. Erst nachdem von Laer Klage eingereicht hatte und der Schriftverkehr der Anwälte entsprechend angeschwollen war, zeigte sich Howe bereit, öffentlich zuzugeben, dass von Laer nicht log, als er einen Gesetzestext vorlas.


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1999-07-26